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Ein Blähbauch nach dem Essen entsteht meist durch eine Kombination aus verschluckter Luft, schwer verdaulichen Kohlenhydraten und einer für den Darm noch ungewohnten Menge an Ballaststoffen. In den meisten Fällen ist er harmlos und lässt sich durch einfache Anpassungen beim Essen deutlich reduzieren. Hält er dauerhaft an, kann er aber auch auf eine Unverträglichkeit oder Zöliakie hinweisen.
Ein Blähbauch entsteht, wenn sich im Magen-Darm-Trakt vermehrt Luft oder Gas ansammelt – entweder durch verschluckte Luft oder durch die Fermentation unverdauter Nahrungsbestandteile im Dickdarm. Das Ergebnis: ein spürbar gespanntes, "aufgeblähtes" Bauchgefühl, oft begleitet von Völlegefühl.
Manche Menschen vertragen Gluten schlecht, ohne an Zöliakie erkrankt zu sein. Typisches Symptom: Blähbauch kurz nach glutenhaltigen Mahlzeiten.
Fehlt das Enzym Laktase, wird Milchzucker im Dickdarm von Bakterien vergoren – das erzeugt Gase und einen Blähbauch.
Viele als gesund beworbene Produkte – Cracker, Brötchen, Riegel – enthalten überwiegend Maisstärke. Sie liefert kaum Ballaststoffe, dafür einen schnellen Blutzuckeranstieg, der bei regelmäßigem Verzehr die Verdauung zusätzlich belasten kann.
Bestimmte fermentierbare Kohlenhydrate (FODMAPs, u. a. in Zwiebeln, Hülsenfrüchten oder Weizen) werden im Dünndarm nur schlecht aufgenommen und im Dickdarm vergoren.
Wer die Ballaststoffzufuhr abrupt erhöht, konfrontiert die Darmflora mit einer Menge, an die sie sich erst gewöhnen muss – die Folge sind vorübergehend mehr Gase.
Hastiges Essen, Kaugummikauen und kohlensäurehaltige Getränke führen dazu, dass mehr Luft verschluckt wird, als der Körper wieder abgeben kann.
Über die Darm-Hirn-Achse wirkt sich Stress direkt auf die Verdauung aus und kann Blähungen begünstigen.
Halten Blähungen über Wochen an, treten sie regelmäßig nach bestimmten Lebensmitteln auf oder kommen Gewichtsverlust, Durchfall oder starke Müdigkeit dazu, lohnt sich eine ärztliche Abklärung – unter anderem, um eine Zöliakie auszuschließen (mehr dazu in unserem [Zöliakie-Ratgeber →]).
Wer Fertigprodukte mit hohem Maisstärke-Anteil reduzieren möchte, kann sein Frühstück auch selbst zubereiten: Zaubermehl basiert auf Kichererbse, Reis und Tapioka statt Maisstärke und enthält laut Nährwertangabe 10x mehr Ballaststoffe als viele klassische glutenfreie Mehle.
Zutaten (2 Portionen): 100 g Zaubermehl, 30 g Zucker, 130 g Wasser, Öl zum Braten. Zubereitung: glattrühren, in einer geölten Pfanne von beiden Seiten goldbraun backen.
Ist ein Blähbauch nach jedem Essen normal?
Gelegentlich ja, dauerhaft eher nicht – dann lohnt sich eine genauere Beobachtung, welche Lebensmittel die Beschwerden auslösen.
Hilft glutenfreie Ernährung gegen Blähbauch?
Bei einer Gluten- oder Weizensensitivität kann eine glutenfreie Ernährung Beschwerden deutlich reduzieren. Ohne nachgewiesene Unverträglichkeit ist ein genereller Verzicht nicht automatisch notwendig.
Was hilft akut gegen einen Blähbauch?
Ein kurzer Spaziergang, Wärme auf dem Bauch und ausreichend Wasser können akut Linderung bringen.
*Dieser Artikel ersetzt keine ärztliche Beratung. Bei anhaltenden oder starken Beschwerden wende dich bitte an eine Ärztin oder einen Arzt.